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Ladehilfsmittel

 

 

In Wirtschaftskreisläufen erhält das gehandelte Gut von allen Beteiligten stets höhste Aufmerksamkeit. Mit allerhand Methoden, Modellen und Verfahren wird versucht unter anderem die Kapitalbindung, den Kundennutzen und die Qualität der Güter zu optimieren. In der Theorie gilt den Ladehilfsmitteln und Verpackungen das gleiche Interesse, wie durch die Vielzahl an Publikationen deutlich wird. Die Praxis zeigt aber, dass vor allem Ladehilfsmittel  von den meisten Beteiligten als mehr oder weniger notwendiges Übel gesehen und stiefmütterlich behandelt werden. Betrachtet man den großen Aufwand den Ladehilfsmittel erzeugen, ist diese Ansicht durchaus zu verstehen. Bei genauerem Hinsehen wird aber klar, dass neben lästigem Verwaltungsaufwand vor allem eine nicht unergebliche Kapitalbindung und / oder ein schleichendes "Schuldverhältnis" entsteht. Aber warum ist das so? 

Die spätere bzw. eigentliche Verwendung der Güter hat meistens nichts mit deren Transport und schon gar nichts mit der Verpackung zu tun. Daher gibt es an der Ware selber keinerlei Vorrichtungen die einen einfachen Transport oder eine Ladungssicherung ermöglichen. Um diesen Umstand zu umgehen, sind Ladehilfsmittel notwendig. Führt man sich vor Augen, dass nahezu jedes Gut* Ladehilfsmittel benötigt, wird die Tragweite des Themas ersichtlich.

Wer 1000 Nägel kauft wird froh darüber sein, dass diese in einen Karton verpackt wurden und somit einfach zu transportieren sind. Nach Gebrauch der Nägel ist die Schuldigkeit des Karton getan und er landet auf dem Müll - erster negativer Effekt. Bei einem kleinen Karton hält sich das Problem allerdings noch in Grenzen. Wurde als Verpackung aber Bandeisen und Folie, sowie als Ladehilfsmittel eine 15kg schwere Palette benutzt - wie zum Beispiel bei Pflastersteinen - stellt sich das Problem schon anders dar. Wohin beispielsweise mit der Palette? Die ist nicht nur schwer und sperrig, die ist auch "was wert". Selbstverständlich ist die Nutzung von Verpackungsmaterial und Ladehilfsmitteln uneingeschränkt sinnvoll. Was aber nicht darüber hinweg täuschen darf, dass durch die Nutzung solcher Hilfsmittel Probleme entstehen können.

* Eine Ausnahmestellung nehmen hier Commodities ein. In ihrer Rohform können Commodities* wie Erze, Sande, Rohöl, Getreide, etc. direkt und ohne jegliche Hilfsmittel transportiert werden. Dazu werden sie unmittelbar in Tanker, Massengutfrachter, Bulk-Container, usw. verladen. Commodities sind Güter die einerseits fast nicht zählbar sind und andererseits einfach untereinander auszutauschen. Werden Erze gehandelt, wird die Menge in z.B. in Gewicht, nicht in Stückzahlen angegeben. Wird eine Tonne Eisenerz bestellt, ist es unerheblich ob dieses Eisenerz aus 10 große Brocken oder 1000 kleinen Klümpchen besteht. Ebenso ist es vordergründig nicht von zentraler Bedeutung ob das Roheisen aus Braslien oder Indien kommt. Der gewünschte Rohstoff Eisenerz von beiden Bezugsquellen geliefert.

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kleiner Hinweis

Hinweise, Anregungen und vor allem Kritik - egal ob positiv oder negativ - sind immer willkommen und ausdrücklich erwünscht.

Beste Grüße aus Hamburg
Carsten Schmidt