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Binnenschiff - Binnenhäfen

 

Binnenschiffe sind für eine optimale Be- und Entladung auf Binnenhäfen angewiesen. Das dort vorhandene Ladeequipment ist optimal auf die Bedürfnisse und die baulichen Besonderheiten der Binnenschiffe ausgerichtet. Auch sind Binnenhäfen optimal dazu geeignet, Verkehrsträger zu bündeln. Binnenhäfen mit Bahnanschluss und guter Straßenanbindung sind die Regel. Die Duisburg-Ruhrorten Häfen gelten als größte europäische Binnenhäfen. Sie verladen (inkl. Privathäfen) jährlich ca. 50Mio.to, gefolgt von den Häfen Köln mit 15,6Mio.to.

Während Großraum- und Schwertransporte schon heute sehr gern via Binnenschiff transportiert werden, ist die Lage bei allen anderen Transporten eine andere. Von der verladenden Industrie werden vor allem der unzureichende Zugang zu den Binnenhäfen und eine stärkere Vernetzung der Verkehrsträger in Binnenhäfen bemängelt. Aber auch für Schwer- und Großraumtransporte sind die Häfen nicht ohne Engpässe erreichbar. Geringe Brückenhöhen und eine Vielzahl an Kreisverkehren erschweren den Zugang. Auch wenn sich Binnenhäfen als Bündelungspunkt für multimodale Verkehre geradezu anbieten, gäbe es laut Verladern vor allem bei der Anbindung LKW-Binnenschiff Defizite. Fehlende RO/RO-Rampen seien ein Grund dafür. Deutlich steigende Tendenzen gibt es vor allem beim Ausbau der Schienennutzung. Die trimodal aufgestellten Häfen Duisburg, Neuss-Düsseldorf und Bayernhafen konnten 2006 beim Containertransport per Schiene Steigerungen bis zu 30% gegenüber 1990 erzielen.     

In Seehäfen ist die Be- und Entladung von Binnenschiffen dagegen wesentlich schwieriger als in Binnenhäfen. Die Seeterminalbetreiber - die Partei die die Be- und Entladung der globalen Containerflotte übernimmt - ist auf die Be- und Entladung von Binnenschiffen nur bedingt eingerichtet. Zwar lassen sich Container von Binnenschiffen auch mit dem Seeverladeequipment entladen, das ist aber nicht immer problemlos möglich. Der Tidenhub, stärkerer Einfluss durch Wellengang, die für Seeschiffe ausgelegte Fenderung, die erhöhten Rüstzeiten und die schlechten Sichtverhältnisse sind hier zu nennen. Abhilfe schaffen hier mobile Portalkräne oder speziell eingerichtete Binnenschiff-Ladebrücken, die jedoch sehr selten sind, da nur bedingt rentabel.

 

Schubverband im Hamburger Hafen

Binnenschiff im Hamburger Hafen; Quelle: SPC, Bonn

 

Eine Idee zu einem verbesserten Lade- und Löschangebot im Hamburger Hafen ist die Port-Feeder-Barge. Sie soll eine "grüne Logistikinnovation" darstellen, die die interne Containerlogistik des Hamburger Hafens leistungsfähiger und umweltverträglicher machen soll.

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kleiner Hinweis

Hinweise, Anregungen und vor allem Kritik - egal ob positiv oder negativ - sind immer willkommen und ausdrücklich erwünscht.

Beste Grüße aus Hamburg
Carsten Schmidt