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Schiene

 

Anfang der 90er Jahre wurde im Zuge einer europäischen Gesetzgebung die Trennung von Netz und Betrieb beschlossen. Dieser Grundsatz wurde in Deutschland 1993 durch die Entscheidung zur Bahnreform übernommen. Seitdem muss der Betrieb des Schienennetzes und der Betrieb des Bahnverkehrs getrennt voneinander erfolgen. Verantwortlich für das Schienennetz in Deutschland ist die DB Netz AG. Diese agiert getrennt von den übrigen Geschäftssparten der DB. Damit soll die Trennung von Schiene und Betrieb in Deutschland realisiert werden.

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Vorteile, Nachteile sowie Engpassfaktoren des Verkehrsträgers Schiene.

Vorteile:

  • sehr große Transportleistung (max. Zuglänge 750m)
  • hohe punktuelle Aufnahmekapazität
  • keine Gewichtsbeschränkungen
  • höhere Volumen als auf Straße möglich
  • geringe Umweltbelastung
  • hohe Skaleneffekte möglich

Nachteile:

  • hohe Markteintrittsbarrieren
  • hoher Bedarf an Nebenleistungen (Zugbildung, etc.)
  • Streckenslots müssen vorhanden sein (Genehmigung eine Strecke zu einer bestimmten Zeit zu befahren)
  • Zugbildung sehr kompliziert und teuer
  • Zugbildung nur an Zugbildungsanlagen möglich
  • hohe Fixkosten und hohe Kapitalbindung
  • starker intermodaler Wettbewerb
  • kurzfristige Umsetzung von Transporten ohne vorhandenen Slot nicht möglich
  • das System Bahn ist sehr komplex, hohes Maß an Fachwissen erforderlich
  • Engpassfaktoren:
    • Lokomotiven
    • Streckenauslastung der vorhandenen Strecken,  damit verbunden
      • Blockabstände (Abstand zwischen den Zügen)
      • kein flächendeckendes Schienennetz
      • Slotvergabe

 

 

Wie durch die Bahnreform beabsichtigt, hat sich der Wettbewerb auf der Schiene vergrößert. Durch die hohen Markteintrittsbarrieren ist dieser Wettbewerb aber noch nicht über dem gesamten Spektrum des Gütertransportes vertreten. Deutlicher Wettbewerb ist vor allem bei den sogenannten Ganzzügen, im kombinierten Verkehr, zu beobachten. Hier werden für komplette Züge mit einem festem Abgangsort und einem festen Ankunftsort regelmäßig, lange im voraus Slots gebucht. Die Bestückung des Zuges mit Gütern erfolgt dann praktisch im Anschluss.

Beim Einzelwagenverkehr (EWV) sieht die Realität derzeit noch anders aus. Hier ist die DB absolut dominant. Bedingt durch die hohen Kosten, die langen Transportzeiten und fehlenden Flexibilität des Geschäftsmodells ist diese Dominanz derzeit verständlich.

 

kleiner Hinweis

Hinweise, Anregungen und vor allem Kritik - egal ob positiv oder negativ - sind immer willkommen und ausdrücklich erwünscht.

Beste Grüße aus Hamburg
Carsten Schmidt