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Seeschifffahrt

Was in der Antike bei den Chinesen, Ägyptern oder den Griechen als vorwiegend regional begrenzte Transportart begann, ist heute der größte weltweite Verkehrsträger. 98% des gesamten Welthandels werden über den Seetransport abgewickelt.

Globaler Handel
 

 

Da es in den letzten Jahrzehnten immer einfacher und kostengünstiger wurde sich seine Rohstoffe, Ausgangsprodukte, etc. auf dem Weltmarkt zu besorgen, stieg der globale Welthandel und damit die Notwendigkeit des Seetransportes stark an. Laut WTO stiegen von 1950 bis 2004 die Warenexporte um 2650%, die Produktion hingegen nur um 680%. Was zwar belegt, dass die globale Produktion signifikant gewachsen ist,  man aber offensichtlich seinen Bedarf nicht mehr vor der Haustür deckt. Unternehmen - und auch private Haushalte - haben mittlerweile globale Beschaffungsstrukturen. Dazu gehören längst nicht mehr nur Autos aus Japan, T-Shirts und Spielzeug aus China, Obst aus Neuseeland oder Öl aus Arabien. Schaut man sich die Exportzahlen - und Exportbranchen - der einzelnen Kontinente/Regionen an, scheint es als hätten sich regionale Cluster - Ansammlungen gleichartigen oder komplementären Industriezweige - innerhalb des Angebotes gebildet.

Beispielsweise:

  • Europa
    • Maschinen
    • Hightech
    • Chemie
    • Pharmaprodukte
  • Südamerika
    • Öl
    • Obst, Gemüse, Fleisch
    • Kohle
    • Erze, Sande, Salze
  • Nordamerika
    • Militärtechnik
    • Computer und elektrische Maschinen
    • chemische Produkte
    • Nahrungsmittel
    • Öl und Gas
    • Pharmaprodukte
    • Biotech
  • Pazifikregion
    • Wolle
    • Erze
    • Kohle
  • Arabien
    • Öl
    • chemische Produkte
  • Afrika
    • Erze
    • Edelsteine
    • recycelte Rohstoffe
  • Asien
    • Verbrauchsgüter
    • Textilien
    • Spielzeug
    • Elektronik

Auf Grundlage dieser Überlegungen wird klar, dass die weltweite Schiffsflotte ihre Transportkapazität weiter ausbauen muss und wird. Dieser nötige Ausbau stellt allerdings nicht nur die Werften und Schiffsbauer vor immer neue Aufgaben, die die größeren Schiffe entwerfen und bauen sollen. Sondern auch Hafenbetreiber, Kanalbetreiber und Hinterlandlogistiker. Denn größere Schiffe müssen in den Hafen kommen, Schiffe müssen durch die Kanäle passen und die punktuell größeren Mengen müssen möglichst schnell abgefertigt und abgefahren werden. Siehe dazu auch Abschnitt "Häfen und Ausbau Infrastruktur"

 

kleiner Hinweis

Hinweise, Anregungen und vor allem Kritik - egal ob positiv oder negativ - sind immer willkommen und ausdrücklich erwünscht.

Beste Grüße aus Hamburg
Carsten Schmidt